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Tagebuch
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Uschi und Kurt Pertl
Alpirsbacher Str. 3
78733 Aichhalden-Rötenberg
Telefon 0 74 44 / 9 10 77
Faksimile 0 74 44 / 9 10 78
Atelier ¦ Geschirr ¦ Brunnen ¦ Garten ¦ Figuren ¦ Tiere
info@pertl-keramik.de
In diesem Tagebuch dokumentieren wir die aktuellen Geschehnisse in unserem Atelier.

Sie werden hier zukünftig auch Termine für Ausstellungen und andere Highlights finden.
 



Anreise
Am Anfang unserer Reise verlief alles wie gewöhnlich ... kurz nach
7Uhr fuhren wir los. In Elzach kauften wir bei "unserem" Metzger
den Reiseproviant und fürs Essen am Wochenende ein. Die
Frau an der Kasse erinnerte sich noch daran, dass wir doch die sind,
die immer hier einkauften, wenn sie in den Urlaub fahren.

Auf der Autobahn war recht wenig Verkehr, doch bei Mühlhouse standen wir
lange im Stau - ein Unfall war die Ursache. Es bewährte sich auch heute,
sich an das Tempolimit von 130 zu halten. Es waren recht viele mobile
Blitzer aufgebaut. Dafür ging es dann mit Lyon 100 Sachen durch die Stadt.

Kurz vor dem Ziel holten wir uns noch ein paar Zutaten fürs Essen und
legten einen kleinen Weinvorrat an ...

Die letzten Kilometer ging es sehr steil den Berg hoch. Auf dem win-
zigen Sträßchen mussten wir meist im ersten Gang um die Kurve fahren
und hoffen, dass kein Gegenverkehr kommt. Der Schlüssel fürs Haus
hing in einem hohlen und nachdem wir das Haus besichtigt hatten,
freuten wir uns, dass wir die richtige Wahl getroffen. (Einziges Manko:
die Vormieter hätten das Haus doch ein bisschen sauberer hinterlassen
können.)

Absoluter Hammer: der Ausblick vom kleinen Innenhof runter ins
Chassesac-Tal


Der weitere "Hammer" war dann, als Uschi das Abendessen zu
bereiten wollte und bemerkte, dass man in der Metzgerei
vergessen hatte, das Fleisch einzupacken. Es fehlte einfach.
So gab es statt der Hackfleischsoße eben Spaghetti mit Schinken,
leckeren Rosť und als Schlaftrunk noch ein Gläschen Roten.

2. Tag
Wir hatten gut und lange geschlafen. Beim Frühstück vor dem
Haus bekamen wir Besuch: erst war es der Rosenkäfer, der sich
Uschis Hände immer wieder als Landeplatz ausgesucht hatte.
Sie hatte sich vorher die Hände mit einer Rosenseife gewaschen
und dieser Duft war für den Käfer so verlockend, dass er sogar

an der Haut herumknabberte.
Als nächstes kam dann eine Biene immer wieder angeflogen und
labte sich am Gelben vom Ei....


Zur "Eingewöhnung" in die Umgebung machten wir uns auf den Weg,
meist waren es letztlich aufgewühlte Wildschweinpfade, aber auch
richtig alte Wege, die die Bauern vor fast 200 Jahren zu ihren
Terassengärten angelegt hatten

um den Steilhängen wenigstens ein Stückchen "Ebene" abzu-
gwinnen, bauten sie Stein auf Stein und die Mauern halten heute
noch ....

Farnschatten auf Stein

immer wieder fantastische Ausblicke in die Cevennen

und am Abend dann der große Hunger

3. Tag
Die Nacht verbrachten wir teilweise unruhig. Beim nächtlichen
Gang auf die "Pipilette" bemerkte ich, dass das große Fenster
im Wohnzimmer geöffnet war und es in der Erinnerung vor dem
Schlafengehen geschlossen war. Natürlich war keiner eingebrochen
aber doch war uns komisch zumute. Jedes, auch noch so kleine
ungewohnte Geräusch, forderte unsere Aufmerksamkeit und ließ
uns nur unruhig wieder einschlafen.
Am Vormittag besuchten wir die Badestellen im Thines. Klares Wasser, Felsen, Sand- und Kiesstrände und wir ganz alleine ....

... es war noch ein bisschen kalt aber ein Bad mussten wir dennoch
nehmen. Ich bekam ein wenig Schiss, als eine Schlange im Wasser näher
kam, anstatt abzuhauen ... eigentlich wußte ich genau, dass es eine
harmlose Würfelnatter war .... aber ...

In großer Geduld näherte ich mich den scheuen Wasserfröschen, die
auch bei unserem leisesten Näherkommen ins Wasser hüpften

... die Eidechsen sind da leichter "einzufangen"

die Kunst liegt darin, sich langsam zu nähern ... Uschi kann sie dann
auch mit dem Finger streicheln ....

Am Ende machten wir noch einen Rundgang durch Thines - er war
trotz der Touristen lohnenswert. Alleine die eigenartige Kirche versetzte
uns ins Staunen ...



4 und 5. Tag
Unsere gestrige Fahrt führte uns zu den Steinkreisen in der Nähe von
Blandas. Menhire und Dolmen hatten wir bei unseren früheren
Frankreichreisen schon öfter besucht.
Immer wieder stehen wir ehrfürchtig vor den Steinmonumenten,
die vor Jahrtausenden aufgestellt worden waren und über deren
Sinn wir auch heute nur spekulieren können. Zum Teil wurden
die tonnenschweren Steine über viele Kilometer transportiert, mit welchen
Mitteln auch immer .....

Der große Steinkreis mit Mittelstein ist als Ganzes nur schwer zu überblicken
und dennoch faszinierend. Die Magie, die an diesen Orten herrscht, muß man
selbst erleben, ich kann sie nicht beschreiben ....

Frevelhaft ist die Tatsache, dass eine Gasleitung mitten durch den Kreis
verlegt wurde. Der andere, kleinere Steinkreis wird von Stromleitungen umzingelt,
so, als wolle man die Kraft dieser Plätze mit der heutigen Technik unwirksam
machen ...

Andere Natursehenswürdigkeiten werden teilweise ohne Schonung touristisch vermarktet. Z.B Montpellier le Vieux. Saftiger Eintritt, das volle Neppprogramm
mit Kiosk und allem Drum und Dran. Ok, es sind viele eindrucksvolle,
gewaltige Steinformationen zu sehen, aber wenn man sich von Busladungen
durch die Pfade schieben lassen muss ... das kann keine Freude bereiten.

Heute ist Mittwoch und treue Tagebuchleser wissen, dass wir mittwochs in
Frankreich fast immer den Markt in Joyeuse besuchen. Obwohl wir schon
um halb Zehn dort waren, gab es keine Nussstangen für Uschi. Aber "alte"
Bekannte bedienten uns wieder freundlich, sogar die Vietnamesin, bei deren
Stand wir zum 3. Mal Holzstempel für unsere Keramiken einkauften, fragte,
ob es sein kann, dass wir schon einmal bei ihr  eingekauft hätten ....

eine wahre Freude und großer Genuss: frischer Knoblauch

mit den Hähnchen hab ich nicht so .... aber der Duft zieht durch die Gassen

die aktuellen Sticker
Nachmittags zog ein Gewitter auf, erreichte uns aber mit keinem Tropfen.
Dafür konnte Uschi einen Teil der Urlaubspost erledigen. Ich sortierte
und bearbeitete die vielen Fotos, die sich auf der Festplatte angesammelt
hatten und las meinen spannenden Krimi zu Ende!
"Blinder Instinkt" von Andreas Winkelmann

Donnerstag - Gewittertag. Immer wieder zogen dunkle Wolken
auf, ließen ein paar Tröpfchen fallen und drohten mit mehr. Auf jeden
Fall kein Wetter für größere Unternehmungen ausser Haus. Lesen
faulenzen ... Nixtun ...


Freitag
Die Sonne lacht wieder. Wir gehen auf längere Tour, haben uns eine
Fahrt in die Berge vorgenommen und bevorzugen kleine Sträßchen.

Bei Altier schraubten wir uns eine Serpentine nach der anderen hoch.
Nach den letzten vier Häusern kamen wir an ein Hinweisschild, dass
den Weg nur Anlieger benutzen sollten (kein Verbot). In diesem Fall fühlten wir uns als Anlieger und fuhren weiter. Der grobe Feldweg entpuppte sich bald als Piste.
Die Steinbrocken, die im Wege lagen wurden immer größer, die Rinnen, die
wird durchqueren mussten, immer tiefer. Irgendwann mussten wir uns einge-
stehen, dass wir hier wohl auf keine größere Straße treffen würden, zumal auch das Navi nur noch unseren Standort auf einer sonst leeren Karte anzeigte.
Zurück oder Vorwärts? "Natürlich" entschied ich mich für das Vorwärts!
Meist krochen wir im 1. Gang abwärts ... mit dem fast neuen Auto wollte ich nicht
allzu oft aufsitzen. Und bisschen Muffesausen war auch dabei, da der Abgrund
sehr steil und tief war. Nach einem Viehgatter bekamen wir wieder festeren
Boden unter die Räder aber den Ausblick von diesem Bergrücken konnten
wir nicht wirklich genießen. Die ganze Irrfahrt über wenige Kilometer
kostete uns über eine Stunde .....

Auf größeren Straßen erreichten wir Mende, allerdings hatten wir in versch.
kleinen Örtchen angehalten und sind durch die Gässchen geschlendert und haben die eine oder andere Nettigkeit entdeckt
und manchmal trafen wir auf merkwürdige Gestalten

der Kirchenmaler und seine Engelchen

... man konnte den Eindruck gewinnen, dass er beim Malen manchmal
zuviel des Roten hatte ....

verblüffende Wandmalerei in Mende

Mende selbst beindruckte durch die große Kirche
und den vielen Brunnen

Gässchen und neue Bekanntschaften



... immer wieder "weisse" Wiesen, voll mit Dichternarzissen

wie alt?
Auf vielen kleineren, sehr ländlichen Straßen fuhren wir im großen
Boden zurück nach Thinette,